Zurück zum Blog
Wissen5 Min. Lesezeit

Factoring im Handwerk: Heute die Rechnung schreiben, morgen das Geld auf dem Konto

Was Factoring im Handwerk kostet, was es bringt und für wen es sich lohnt. Mit ehrlichem Rechenbeispiel und Vergleich zur Absatzfinanzierung.

Kurz gesagt: Handwerksbetriebe warten oft 30 bis 50 Tage auf ihr Geld und finanzieren die Lücke über den teuren Kontokorrent. Beim Factoring gibst Du Deine Rechnung ab und hast das Geld innerhalb von 24 Stunden, ohne Ausfallrisiko und ohne Mahnwesen. Das kostet eine Gebühr. Wir zeigen ehrlich, wann sich das rechnet.

Montag, Monatsanfang. Löhne gehen raus, der Großhändler will seine Rechnung bezahlt haben, die Leasingrate für den Transporter ist fällig. Auf der anderen Seite stehen 60.000 Euro offene Rechnungen. Geschrieben, verschickt, nicht bezahlt.

Also läuft wieder der Kontokorrent. Und die Bank verdient an Deiner Wartezeit.

Das eigentliche Problem: Du bist die Bank Deiner Kunden

Jeder Handwerksbetrieb gibt seinen Kunden einen zinslosen Kredit. Er heißt nur anders: Zahlungsziel. Du leistest, Du bezahlst Material und Löhne, und dann wartest Du. Im Schnitt 30 bis 50 Tage, oft länger.

Das hat drei Folgen:

•       Zinsen. Die Lücke finanzierst Du über den Kontokorrent, und der ist einer der teuersten Kredite überhaupt.

•       Risiko. Je länger eine Rechnung offen ist, desto größer die Gefahr, dass sie gar nicht bezahlt wird.

•       Arbeit. Erinnern, mahnen, telefonieren. Zeit, die Dir auf der Baustelle fehlt.

Was Factoring ist, einfach erklärt

Beim Factoring gibst Du Deine Rechnung an einen Factoring-Partner ab. Der zahlt Dir den Betrag sofort aus, abzüglich einer Gebühr. Ab dann kümmert er sich um den Rest: Er prüft die Bonität, wartet auf die Zahlung, mahnt und trägt das Ausfallrisiko.

Für Dich bedeutet das: Rechnung schreiben, Geld haben. Fertig.

So läuft es mit CraftPay

1.     Registrieren. Kurze Anmeldung mit Deinen Betriebsdaten. Die Prüfung dauert nur wenige Stunden.

2.     Rechnung erstellen. Wie gewohnt in Deinem Rechnungsprogramm oder im CraftPay-Web-Tool, mit CraftPay als Zahlungsoption.

3.     Kunde bestätigt. Dein Kunde bestätigt die Rechnung. Wenn er möchte, zahlt er sie in Raten.

4.     Geld erhalten. Innerhalb von 24 Stunden nach Kundenbestätigung ist der Betrag auf Deinem Konto.

Bonitätsprüfung, Mahnwesen und Inkasso übernimmt CraftPay. Das Ausfallrisiko übernimmt die Bank, nicht Du.

Was kostet Factoring?

Factoring ist nicht kostenlos, und das sagen wir offen. Bei CraftPay startet die Gebühr bei 3,5 Prozent des Rechnungsbetrags und sinkt, je mehr Volumen Du im Jahr einreichst. Voraussetzung ist ein Factoring-Umsatz von mindestens 150.000 Euro im Jahr.

3,5 Prozent klingen erst mal nach viel. Deshalb lohnt sich ein ehrlicher Blick darauf, was Dich das Warten heute schon kostet.

Das Rechenbeispiel: Was Dich das Warten wirklich kostet

Nehmen wir einen Betrieb, der 400.000 Euro im Jahr über Factoring abrechnet. Seine Kunden zahlen im Schnitt nach 45 Tagen.¹

Posten Ohne Factoring Mit Factoring
Factoring-Gebühr (3,5 %) 0 € 14.000 €
Kontokorrentzinsen auf rund 49.000 € offene Posten (10 %) ca. 4.900 € 0 €
Entgangenes Skonto beim Großhändler (3 % auf 160.000 € Material) ca. 4.800 € 0 €
Zahlungsausfälle (Beispiel: ein Ausfall von 8.000 € alle zwei Jahre) ca. 4.000 € 0 €
Zeit für Mahnwesen (2 Std. pro Woche à 50 €) ca. 4.800 € 0 €
Summe pro Jahr ca. 18.500 € 14.000 €

 

Das Ergebnis: Bei diesem Betrieb ist Factoring unterm Strich günstiger als das Warten. Und bei höherem Volumen sinkt die Gebühr weiter.

Wichtig: Das ist ein Beispiel. Rechne mit Deinen eigenen Zahlen. Entscheidend sind vor allem Dein Kontokorrentzins, wie lange Deine Kunden wirklich brauchen und ob Du Skonto beim Großhandel heute nutzt oder verschenkst.

¹ Alle Werte sind Annahmen für ein Rechenbeispiel. Kontokorrentzinsen, Skontosätze und Zahlungsausfälle unterscheiden sich von Betrieb zu Betrieb.

Factoring oder Absatzfinanzierung?

CraftPay bietet beides. Die beiden Lösungen ergänzen sich, sie lösen aber unterschiedliche Probleme:

  Factoring Absatzfinanzierung
Wofür Dein laufendes Rechnungsgeschäft Einzelne größere Aufträge
Dein Ziel Sofort Liquidität, kein Mahnwesen Mehr und größere Aufträge gewinnen
Kosten für Dich Ab 3,5 %, sinkt mit dem Volumen 0 €
Voraussetzung Mindestens 150.000 € Factoring-Umsatz pro Jahr Keine
Auszahlung Innerhalb von 24 Stunden nach Kundenbestätigung Nach der Abnahme
Kunde zahlt Auf Rechnung oder in Raten In Raten an die Bank

 

Faustregel: Wenn Dein Problem die Wartezeit auf Dein Geld ist, ist Factoring die Lösung. Wenn Dein Problem Kunden sind, die wegen des Preises zögern, ist es die Absatzfinanzierung. Mehr dazu in Absatzfinanzierung im Handwerk.

Was das für Deinen Betrieb bedeutet

Factoring macht aus offenen Rechnungen sofort verfügbares Geld. Du zahlst Löhne und Material ohne Kontokorrent, nimmst Skonto mit, musst nicht mehr mahnen und bist gegen Zahlungsausfälle geschützt. Dafür zahlst Du eine Gebühr. Ob sich das für Dich rechnet, zeigt ein ehrlicher Blick auf das, was Dich das Warten heute kostet.

Wie Du Dich insgesamt gegen Zahlungsausfälle absicherst, liest Du in Zahlungsausfälle im Handwerk.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet Factoring bei CraftPay?

Die Gebühr startet bei 3,5 Prozent des Rechnungsbetrags und sinkt mit Deinem jährlichen Factoring-Umsatz.

Gibt es eine Mindestmenge?

Ja. Factoring bei CraftPay lohnt sich ab einem Factoring-Umsatz von mindestens 150.000 Euro im Jahr.

Merkt mein Kunde, dass ich Factoring nutze?

Ja, er bestätigt die Rechnung über CraftPay. Für ihn hat das einen Vorteil: Er kann auf Wunsch in Raten zahlen.

Wie schnell bekomme ich mein Geld?

Innerhalb von 24 Stunden nach der Bestätigung durch Deinen Kunden.

Muss ich alle Rechnungen über Factoring abrechnen?

Nein. Du entscheidest selbst, welche Rechnungen Du einreichst. Wichtig ist nur, dass Du im Jahr auf mindestens 150.000 Euro Factoring-Umsatz kommst.

Schluss mit Warten auf Dein Geld. Factoring bei CraftPay anfragen

FactoringLiquiditätKontokorrentZahlungsausfall

CraftPay Redaktion