Angebot schreiben im Handwerk: 7 Tipps, damit Deine Angebote unterschrieben werden
Warum viele Handwerkerangebote in der Schublade landen – und 7 Tipps, mit denen Deine Angebote öfter unterschrieben werden.
Angebot schreiben im Handwerk: 7 Tipps, damit Deine Angebote unterschrieben werden
Lesezeit: 5 Minuten
Kurz gesagt: Ein gutes Angebot ist mehr als eine Liste von Positionen und Preisen. Es kommt schnell, ist verständlich, zeigt Varianten und macht den nächsten Schritt leicht. Mit diesen 7 Tipps holst Du mehr Aufträge aus den Angeboten, die Du ohnehin schreibst.
Ein Angebot zu schreiben kostet Dich Stunden. Aufmaß, Beratung, Kalkulation, Rückfragen beim Großhändler. Und dann? Dann liegt es beim Kunden auf dem Küchentisch, neben zwei anderen Angeboten, und er versteht keines davon richtig.
Der Kunde entscheidet am Ende selten nach dem besten Angebot. Er entscheidet nach dem, das er am besten versteht und dem er am meisten vertraut. Genau da setzen diese 7 Tipps an.
Tipp 1: Schnell sein
Wer zuerst ein vollständiges Angebot schickt, setzt den Maßstab. Alle anderen werden daran gemessen. Ziel: Angebot innerhalb von 48 Stunden nach dem Termin, bei großen Projekten innerhalb einer Woche. Wenn es länger dauert, kurz Bescheid geben, bis wann es kommt.
Tipp 2: Verständlich statt vollständig
Dein Kunde ist kein Fachmann. 40 Positionen mit Artikelnummern überfordern ihn. Fass die Positionen zu Blöcken zusammen, etwa „Demontage“, „Neue Anlage“, „Montage und Inbetriebnahme“. Die Details gehören in den Anhang, nicht auf Seite 1.
Tipp 3: Gut, besser, am besten
Gib Deinem Kunden eine Wahl, aber keine Qual. Drei Varianten funktionieren am besten:
| Variante | Beispiel Badsanierung | Preis |
|---|---|---|
| Basis | Neue Sanitärobjekte, Fliesen bleiben | 15.000 € |
| Empfohlen | Komplettsanierung mit bodengleicher Dusche | 22.000 € |
| Premium | Zusätzlich Fußbodenheizung und Design-Armaturen | 26.000 € |
Die meisten Kunden wählen die Mitte. Ohne Varianten fragen sie dagegen oft nur: „Geht das auch billiger?“
Tipp 4: Monatsrate neben den Gesamtpreis
Das ist der einfachste Tipp mit der größten Wirkung. Schreib neben jede Variante, was sie im Monat kostet:
| Variante | Preis | Monatsrate (60 Monate)¹ |
|---|---|---|
| Empfohlen | 22.000 € | ca. 462 € |
| Premium | 26.000 € | ca. 546 € |
Jetzt vergleicht der Kunde nicht mehr 22.000 gegen 26.000 Euro, sondern 84 Euro im Monat. Mit CraftPay fügst Du dafür einfach den Finanzierungslink ins Angebot ein.
¹ Rechenbeispiel: gebundener Sollzins 9,47 % p. a., effektiver Jahreszins 9,89 %, 60 Monate. Empfohlen: Rate 461,70 €, Gesamtbetrag 27.701,90 €. Premium: Rate 545,64 €, Gesamtbetrag 32.738,61 €. Bonität vorausgesetzt.
Tipp 5: Nutzen statt Technik
„Gas-Brennwerttherme 24 kW, modulierend“ sagt Deinem Kunden nichts. „Spart gegenüber Deiner alten Anlage spürbar Gas und läuft leise“ schon. Schreib zu jeder Variante zwei, drei Sätze, was der Kunde davon hat.
Tipp 6: Den nächsten Schritt klar machen
Viele Angebote enden mit „Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung“. Besser: Sag konkret, was jetzt passiert. „Wenn Du bis zum 15. zusagst, können wir in KW 48 starten.“ Eine Frist mit Grund ist kein Druck, sondern Planungssicherheit für beide.
Tipp 7: Nachfassen
Die meisten Angebote werden nicht abgelehnt. Sie werden vergessen. Ruf nach drei bis fünf Tagen an und frag, ob noch Fragen offen sind. Oft ist es genau eine Frage, die zwischen Dir und dem Auftrag steht. Und oft lautet sie: „Wie sollen wir das bezahlen?“ Dann hast Du die Antwort schon im Angebot.
Was das für Deinen Betrieb bedeutet
Du musst nicht mehr Angebote schreiben, um mehr Aufträge zu bekommen. Du musst die, die Du schreibst, besser machen. Schnell, verständlich, mit Varianten, mit Monatsrate und mit einem klaren nächsten Schritt.
Wie viel Umsatz in Deinem Angebotsordner steckt, rechnen wir in Umsatz steigern im Handwerk vor.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie lange sollte ein Handwerkerangebot gültig sein?
Üblich sind zwei bis vier Wochen. Bei schwankenden Materialpreisen eher kürzer, mit Hinweis auf die Preisbindung.
Soll ich in jedes Angebot eine Finanzierung schreiben?
Ja, bei allen Aufträgen ab einigen tausend Euro. Als ganz normale Zahlungsoption, nicht als Sonderfall.
Kostet mich die Finanzierungsoption im Angebot etwas?
Nein. CraftPay ist für Deinen Betrieb kostenlos, auch wenn der Kunde nicht finanziert.
Bau die Monatsrate in Dein nächstes Angebot ein. CraftPay kostenlos testen
CraftPay Redaktion